Seit einiger Zeit habe ich den Eindruck, dass bei uns zu Hause alles zu viel wird. Uns, das sind: mein Mann, ich und unsere beiden Töchter (8 und 6 Jahre). „Eigentlich“ geht es uns allen gut. Wir haben keine finanziellen Sorgen, unsere Kinder sind gesund, wir wohnen schön und fahren in den Urlaub. Und trotzdem ist seit einiger Zeit die Stimmung immer wieder gereizt. Unglaublich viele Termine rund um die Kinder sind zu bewältigen. Manchmal wächst mir alles über den Kopf.
Sie beschreiben eine Situation, die sicherlich viele Familien betrifft: Überlastung, Eltern im Dauerstress, Mental Load … Die Gründe sind vielfältig. Zum einen steigen die Anforderungen von außen. Zum anderen stellen viele Mütter und Väter hohe Ansprüche an sich selbst und an das Familienleben. Und gerade wenn vermeintlich alles „in Ordnung ist“, ist es gar nicht so leicht, sich Belastungen einzugestehen. Denn dies scheint ja der Normalzustand zu sein. Umso besser, dass Ihnen die zunehmend gereizte Stimmung in Ihrer Familie auffällt. Was also können Sie tun?
Erste Hilfe gegen Stress
Geht es im Alltag hoch her, ist es zunächst einmal wichtig, die konkrete Situation zu entschärfen. Manchmal hilft es schon, nach einer kurzen Ankündigung gut für sich selbst zu sorgen und sich „runterzufahren“, indem Sie:
Also: Aus der stressigen Situation herauszugehen und sich bewusst auf etwas anderes oder etwas Entspannendes zu konzentrieren. Indem sie eine Eskalation vermeiden, geben Sie ein gutes Vorbild ab.
Raus aus dem Hamsterrad
Und wie lässt sich der ganze Stress langfristig in den Griff bekommen? Wir haben ein paar Ideen für Sie gesammelt:
Und vor allem: Planen Sie für alle auch Me-time ein. Zeit für sich selbst. Um sich zu erholen und frische Kraft zu tanken.
Sabine Maria Schäfer
Erziehungsberaterin, systemische Familientherapeutin und "Kess-erziehen" - Kurs-Referentin
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Die kess-erziehen-Elternkurse schauen in erster Linie auf das „Wie“ des Miteinanders und rückten damit die Beziehungsqualität zwischen Eltern und Kindern in den Mittelpunkt. Dabei geht es nicht um Patentrezepte, die immer und überall gültig sind, sondern um eine achtsame und respektvolle Haltung und um einen konsequenten Umgang miteinander.
Es gibt Impulsvorträge, Übungen, konkrete Anregungen für zu Hause und einen Erfahrungsaustausch mit anderen Eltern!